Padel ist einer der unkompliziertesten Sportarten, was Ausrüstung angeht. Für dein erstes Match brauchst du im Grunde nur einen Schläger (den du leihen kannst) und Sportkleidung, die du wahrscheinlich schon im Schrank hast. Trotzdem lohnt es sich, irgendwann in die richtigen Sachen zu investieren — nicht weil du musst, sondern weil es das Spiel besser macht.
Hier ist die ehrliche Checkliste: was sich lohnt, was optional ist und worauf du dein Geld nicht verschwenden solltest.
Schläger — das Wichtigste
Für die ersten Sessions: leih dir einen aus. Nahezu jede Anlage in Österreich bietet Leihschläger für €3–5 an. Das reicht völlig, um herauszufinden, ob Padel dein Sport ist.
Sobald du weißt, dass du dabei bleibst, kauf dir einen eigenen. Der Unterschied ist spürbar — du lernst das Gewicht kennen, den Sweetspot, und dein Spiel verbessert sich deutlich schneller.
Für Einsteiger gilt: runde Form, mittleres Gewicht (345–365 g), Foam-Kern. Budget: €60–120 reicht für einen sehr guten Anfängerschläger.
→ Ausführliche Kaufberatung: Die besten Padelschläger für Anfänger
Schnellempfehlungen:
- Budget (unter €60): Artengo Einsteigerschläger bei Decathlon — solide Qualität, günstiger Einstieg
- Mittelklasse (€60–120): Head Spark Pro auf Amazon.de — grifflastig, rund, ideal für Einsteiger
- Wenn du mehr investieren willst (€120–200): Bullpadel Vertex auf Amazon.de — hervorragende Kontrolle
Schuhe — wichtiger als du denkst (aber nicht am ersten Tag)
Für deine ersten Sessions: komm mit dem, was du hast. Laufschuhe, Hallenschuhe, Hartplatz-Fußballschuhe — alles kein Problem. Ich selbst habe mit Laufschuhen angefangen.
Wenn du regelmäßig spielst (1–2x pro Woche), lohnt sich der Umstieg auf richtige Schuhe. Padel bedeutet viele schnelle seitliche Bewegungen, und dafür brauchst du:
- Seitliche Stabilität (Knöchelschutz beim Richtungswechsel)
- Kunstrasen-taugliche Sohle (Herringbone/Fischgrät oder Omni)
- Gute Dämpfung für 60–90 Minuten auf hartem Untergrund
Was langfristig nicht geht: Stollenschuhe, Schuhe mit glatter Sohle.
Konkrete Empfehlungen:
- Einstieg (€50–70): Asics Gel-Padel auf Amazon.de — bewährte Wahl, gute Dämpfung
- Einstieg (€50–70): Joma Padel Schuhe auf Amazon.de — gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Mittelklasse (€80–120): Head Motion Pro auf Amazon.de — leicht, stabil, für regelmäßige Spieler
Alternativ: Allcourt-Tennisschuhe funktionieren auf Padel-Courts einwandfrei, wenn du ohnehin welche hast.
Bälle — klein, günstig, wichtig
Padel-Bälle sehen aus wie Tennisbälle, sind es aber nicht. Sie haben weniger Druck und springen niedriger — das ist entscheidend für das Padel-Spielgefühl. Tennisbälle auf einem Padel-Court zu verwenden funktioniert, fühlt sich aber falsch an.
Bälle sind Verbrauchsmaterial. Eine Dose (3 Stück) hält je nach Spielintensität 2–5 Sessions. Frische Bälle spielen sich deutlich besser als abgespielte.
Konkrete Empfehlungen:
- Standard-Wahl: Head Padel Pro auf Amazon.de — die meistgenutzten Bälle weltweit, offizieller Ball der World Padel Tour. Ca. €5–7 für 3 Stück.
- Gute Alternative: Bullpadel Premium Pro auf Amazon.de — langlebig, gutes Sprungverhalten.
- Budget: Dunlop Padel Bälle auf Amazon.de — solide und günstig.
Tipp: Wenn du oft spielst, kauf eine Box mit 24 Dosen — das ist pro Ball deutlich günstiger.
Overgrip — der unterschätzte Gamechanger
Das Band am Griff deines Schlägers nutzt sich ab. Ein rutschiger Grip bedeutet: du greifst fester, dein Arm ermüdet, deine Kontrolle leidet. Ein frischer Overgrip für €2–3 macht einen spürbaren Unterschied — günstiger wird Spielverbesserung nicht.
Wechsle den Grip alle 3–5 Sessions, im Sommer öfter.
Konkrete Empfehlungen:
- Wilson Pro Overgrip (3er-Pack) auf Amazon.de — der Klassiker, dünn und griffig
- Bullpadel Overgrip auf Amazon.de — speziell für Padel, etwas dicker
Tipp: Kauf immer mindestens einen 3er- oder 5er-Pack — Einzelne kosten verhältnismäßig mehr und du brauchst sie regelmäßig.
Kleidung — komm wie du bist
Padel hat keinen Dresscode. Zieh an, was bequem ist und worin du dich gut bewegen kannst. T-Shirt, Shorts, fertig.
Ein paar praktische Tipps:
- Shorts mit Taschen sind fast Pflicht — du brauchst beim Aufschlag den zweiten Ball griffbereit. Viele Padel-Shorts haben extra tiefe Balltaschen, aber normale Sport-Shorts mit Seitentaschen funktionieren genauso.
- Atmungsaktives Material hilft, vor allem Indoor bei schlechter Lüftung oder Outdoor im Sommer.
- Spezielle Padel-Kleidung von Marken wie Bullpadel, Head oder Nox sieht gut aus, ist aber kein Muss — normale Sportkleidung tut exakt dasselbe.
Wenn du trotzdem schauen willst:
Accessories — nice to have, kein Muss
Hier geht es um persönliche Vorlieben. Nichts davon brauchst du zwingend.
Schweißband: Kann den Griff trocken halten, vor allem im Sommer. Ich spiele ohne. — Schweißbänder auf Amazon.de
Sportsonnenbrille: Auf Outdoor-Courts bei Sonne sinnvoll für Lobs. Indoor brauchst du keine. Ich spiele auch hier ohne. — Sportsonnenbrille auf Amazon.de
Cap / Visor: Für Outdoor im Sommer praktisch. Jede Sportcap tut es.
Schlägertasche: Schützt den Schläger, hat Fächer für Bälle und Grip. Am Anfang reicht ein normaler Rucksack. — Padel-Taschen auf Amazon.de
Die Checkliste auf einen Blick
Brauchst du sofort (zum Ausprobieren):
- Schläger (leih dir einen → €3–5 pro Session)
- Sportkleidung, die du schon hast
- Sportschuhe, die du schon hast
Lohnt sich bald (wenn Padel dein Sport wird):
- Eigener Schläger (€60–120) → Kaufberatung
- Padel-Bälle (€5–7 pro Dose)
- Overgrips (€5–8 für 3er-Pack)
Lohnt sich irgendwann (für regelmäßige Spieler):
- Padel-/Tennisschuhe mit passender Sohle (€50–120)
- Schlägertasche
Brauchst du nicht:
- Spezielle Padel-Kleidung (normale Sportkleidung reicht)
- Teure Accessories
- Alles, was „Pro” im Namen hat, wenn du Anfänger bist
Erste Tipps für den Court? → 10 Padel-Tipps für Anfänger Court finden? → Alle Padel-Courts in Österreich
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Zuletzt aktualisiert: 2026-03